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Klinische- und Gesundheitspsychologin, Psychotherapeutin, psychologische Diagnostik |
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In der Tiefenpsychologie gehen wir davon aus, dass die meisten psychischen Störungen ihre Ursachen in der (frühen) Kindheit haben. Da liegen viele, zum Teil tiefe Verletzungen begraben, derer man sich als Erwachsener nicht oder nur teilweise bewusst ist. Unser Unbewusstsein hat nichts vergessen, aber viel verdrängt. Verdrängen war als Kind nötig, um mit den schrecklichen Erlebnissen fertig zu werden und Mutter, wie Vater, die dem Kind diese Erlebnisse zumuteten trotzdem lieben zu können. Wenn ein Kind etwa missbraucht wird, spaltet es das Erlebnis ab (Abspalten ist eine besondere Form des Verdrängens) und kann nach dem Missbrauch mit dem Vater, der es missbrauchte z.B. am Tisch sitzen und zu Abend essen. Erst wenn sich die Situation wiederholt, wird der Vater wieder zum Täter und im Anschluss erneut, mitsamt dem Erlebnis ins Unbewusstsein verdrängt. Es gibt natürlich viele andere Verletzungen seelischer und/oder körperlicher Natur, die sich tief in das Seelenleben eines Kindes einprägen und wenn keine/r da ist, der dem Kind zuhört und versucht es zu verstehen in seiner Not und in seiner Einsamkeit, dann entstehen tiefe Wunden in diesem Kind. Sehr viel später, im Jugendalter oder auch erst als Erwachsener treten Symptome auf, die oft nicht verstanden werden. Es kommt zu Depressionen, Ängsten, Panik, Zwängen, Essstörungen, funktionalen Sexualstörungen, psychosomatische Erkrankungen, u.v.m. In einer tiefenpsychologische Psychotherapie wird nun versucht die alten Verletzungen behutsam in Erinnerung zu bringen. Diesmal ist ein/e Therapeut/in anwesend und steht mit Einfühlungsvermögen zur Seite. Diesmal hört jemand zu, diesmal ist jemand da, und sieht die Not des damaligen Kindes. Es entsteht eine therapeutische Beziehung, in der der Klient oder die Klientin vertrauen fassen lernt und langsam die alten Wunden verarbeiten kann.
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